In diesem Artikel zeige ich Dir die natürlichste Art und Weise, durch die Du abnehmen und gleichzeitig eine langfristige Gesundheit für Deinen Körper sichern kannst. Dafür brauchst Du weder 0-Diäten, noch Detox-Kuren oder anderweitige aus den Federn von Marketing-Fachleuten stammende Trend-Konzepte. Alles, was Du tun musst, ist Deinem Körper die richtigen Bausteine zu liefern, sodass er optimal funktionieren kann. 

Die meisten Menschen lassen sich von widersprüchlichen Ernährungs-Konzepten verunsichern

Vegane Rohkost, Low Carb, High Carb, Detox-Kuren oder 0-Diäten – die Liste der Diät-Trends ist lang. Und jede von ihnen verspricht, die Pfunde am schnellsten purzeln zu lassen. In 4 Wochen zur Traumfigur. Ein kurzer Zeitraum kommt immer gut. So lassen sich die Leute beeindrucken. Und dann geht sie auch schon los, die Diät.

Was passiert? Es klappt tatsächlich. Die Pfunde purzeln. Doch irgendwann geht es nicht mehr weiter. Entweder man hat sein Ziel bereits erreicht und verfällt aus Gefälligkeit wieder in alte Muster oder man tritt einfach auf der Stelle. Irgendwas funktioniert nicht mehr so richtig. Deine Biochemie spinnt.

Dann sehe ich auf Facebook Fotos auf Low-Carb Gruppen. Riesige Würstchen-Käse-Pizzen, Kilos Fleischsalat oder mein Liebling: Sushi aus Bacon, Käse und Hack. So lange es kohlenhydratarm ist, kann man sich davon Tonnen reinhauen. Low Carb ist schließlich gesund und Zucker ist böse, oder? Vorsicht: dieses Denken ist einseitig – und alles andere als gesund.

Auch vegane Gruppen erschrecken mich immer wieder aufs Neue. Mit dem Deckmantel, dass vegan ja schließlich gesund sei, werden dann Käse-Nachbauten und vegane Chicken-Wings verdrückt, deren Zutatenliste so lang ist, dass sie fast den Rahmen dieses Artikels hier sprengen würde.

In anderen Gruppen wird extremst dogmatisiert. Es gelten knallharte Regeln! Fragen wie „Ist das Paleo?“ oder „Ist das Low-Carb?“ treiben zahllosen Ernährungs-Enthusiasten Fragezeichen auf die Stirn. Dabei sollte es NICHT darum gehen, welches Lebensmittel welchen Diät-Standards entspricht, sondern darum, ob es den Körper nährt und gut tut. Schwarz-weiß-Denken bringt Dich hier meist nicht voran. Es kommt IMMER auf den Kontext an.

Das gleiche gilt für Pauschalisierungen. „Dieses Lebensmittel ist gesund“ oder „jenes Lebensmittel ist ungesund“. Natürlich trifft das auf einige Lebensmittel und Substanzen zu. Es ist dann allerdings immer noch die Menge, der Kontext und die Qualität entscheidend. 

Dabei sind die Grundregeln guter Ernährung so simpel

Gesundes Essen kann so leicht sein. Denn nach wie vor gelten dieselben Weisheiten, die schon immer galten. Viel Gemüse, gesunde Fette, hochwertiges Fleisch, Wildfisch, Eier von freilaufenden Hühnern, etwas Obst, Beeren und nicht mehr als eine handvoll Nüsse.

Oder noch leichter: Frisch muss es sein. Möglichst keine verarbeiteten Lebensmittel, sondern unangetastet aus der Natur. Hier gibt es einzelne Ausnahmen, doch das ist erstmal zweitrangig. (Kokosöl, Olivenöl und gerne auch gezielte Nahrungs-Ergänzungen.)

Klar gibt es auch noch Lebensmittel, über die sich die Experten streiten. Hier gibt es keine Patentrezepte. Es gilt im Optimalfall: „ausprobieren“. Milch ist so ein Thema.

Das Problem: Schwarz-Weiß-Denken ist fehl am Platz.

Milch ist weder gesund noch ungesund. Sie hat gewisse Eigenschaften, die entweder in einen bestimmten Lifestyle-Kontext passen können oder nicht. Wenn jemand schnell Muskulatur aufbauen möchte, kann Milch dabei sehr hilfreich sein. Wenn Du merkst, dass Milch bei Dir Verdauungsstörungen verursacht, dann lass es lieber bleiben. (Es gibt geschmackliche Alternativen zu Kuhmilch.)

Erst wenn die Basics stimmen geht es ans Feintuning

Erst wenn das richtige Fundament gelegt ist, sollte man sich Gedanken darüber machen, wie man die Makros verteilt. Hier gilt: Ausprobieren und schauen, mit was Du Dich am wohlsten fühlst. Low Carb kann absolut Sinn machen und ich persönlich bin auch ein Freund davon sogar regelmäßig in die Ketose zu gehen. Es kommt allerdings immer auf den Kontext an!

Alle reden über Makronährstoffe, doch sind es auch die Mikronährstoffe, die das biochemische Uhrwerk namens Körper im richtigen Takt laufen lassen.

Du hast gewisse Mangelerscheinungen? Nahrungsergänzungsmittel machen hier absolut Sinn. Ein häufiger Mangel in der westlichen Zivilisation besteht besonders in den Nährstoffen Vitamin D und Magnesium.

Vitamin D lässt sich ganz einfach mithilfe eines Bluttests beim Arzt checken. Magnesiummangel lässt sich zwar auch über das Blut testen, allerdings sorgt der Körper mithilfe von Kompensationsstrategien, wie dem Lösen von Magnesium aus Knochen und Organen dafür, dass die Blutwerte möglichst konstant bleiben. Daher können die Blutwerte trügerisch sein. Erste Anzeichen für Magnesiummangel sind Lidzucken, Muskelkrämpfe, Müdigkeit und Schlafprobleme. Wenn Du wissen möchtest, ob Du an einem Magnesiummangel leidest und wie Du ihn behebst, klicke hier.

Magnesium ist außerdem ein wichtiger Stoff für Deinen Energiestoffwechsel, ein Mangel begünstigt das Risiko für Insulinresistenz und Diabetes Typ II.

Du möchtest abnehmen? So geht’s

Schritt 1 – Informationen: Für regelmäßige Infos rund um Ernährung, Fitness und Biohacking, kannst Du unter diesem Artikel Deine E-Mail eintragen. (Oder einfach hier klicken) Dort erhältst Du außerdem Zugang zu den 5 natürlichen Lebensmitteln für mehr Energie (und schnellere Fettverbrennung).

Schritt 2 – Ernährung: Ernähre und lebe nach dem 10-Punkte Plan. Passe ihn, falls nötig, auf Deine individuelle Situation an. Es gilt möglichst frische und unverarbeitete Lebensmittel zu konsumieren. Viel Gemüse, Gemüse und Gemüse. Gesunde Fette, hochwertiges Fleisch von glücklichen und freilebenden Tieren, Fisch aus Wildfang, Eier von freilaufenden Hühnern, etwas Obst, Beeren und einige Nüsse und Samen.

Aller Anfang ist schwer. Für viele Menschen ist es eine extreme Herausforderung, ihre Ernährung umzustellen, da sie keine gesunden und gleichzeitig leckeren Alternativen kennen. Kauf Dir ein gutes Kochbuch (oder schaue in unsere Rezeptesammlung) und beginne Schritt für Schritt damit, ungesunde Mahlzeiten gegen gesunde, nährende Gerichte zu ersetzen, die Deinen Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen.

Schritt 3 – Bewegung: Es gibt viele Menschen, die nach „Abnehmen ohne Sport“ googlen. Und ja, es ist sicherlich möglich ohne Bewegung etliche Kilos zu verlieren. Mit Sport ist es allerdings erstens viel leichter und zweitens benötigt der Körper Bewegung für eine gute Gesundheit. Auch wenn es zu Beginn für einige eine Last darstellt, solltest Du Dich dazu aufraffen und Bewegung und Sport in Dein Leben integrieren. Leben heißt Bewegung. Also bewege Dich und tue Deinem Körper etwas Gutes.

Tipp: Wer auch mental über einen langen Zeitraum leistungsfähig bleiben möchte, für den ist Sport ein unverzichtbarer Bestandteil des Trainings.

Starten kannst Du mit einfachem Walken, Joggen oder Schwimmen. Es geht darum, dass Du anfängst kleine Reize zu setzen. Wenn Du merkst, dass Du damit gut zurecht kommst, kannst Du eine Schippe oben drauf legen und mit hochintensiven Workouts starke Reize setzen. Schaue Dir dazu am besten den Artikel „HIT – In nur 4 Stunden pro Monat den Muskelwachstum maximieren“ oder den Artikel „HIIT – Wie Du Deine Ausdauerleistung in 20 Minuten um 13% erhöhst“ an.

Schritt 4 – Nahrungsergänzung: Stelle sicher, dass Du genügend Nährstoffe zuführst. Besonders Vitamin D und Magnesium sind in unserer modernen Welt Mangelware. Ob Du unter einem Mangel leidest, findest Du über eine umfassende Blutuntersuchung oder bei bestimmten Nährstoffen besser über eine Haar-Analyse heraus. Die Kosten dazu müssen in der Regel selbst getragen werden, sind jedoch nicht allzu hoch.

Das ist es schon

Du siehst: Gute Ernährung ist simpel – wenn Du weißt, wie es geht. Wie in vielen anderen Bereichen des Lebens kommt es auf die Basics an, die Tag für Tag wiederholt, im Laufe der Zeit eine enorme Wirkung entfalten.

Beherzige die oben genannten Grundregeln, experimentiere ein wenig herum und füge die Nahrungs-Ergänzungen hinzu, die Du benötigst, um dein volles Potential zu entfalten. Für meine besten Rezepte, Biohacks und Motivationstipps kannst Du dich hier in meinen Newsletter eintragen und Dich der Primal State Community anschließen.

Zum Abschluss halte ich es mit der chinesischen Weisheit: „Übernimm, was nützlich ist. Lass weg, was dir schadet. Und füge Eigenes hinzu.