Ein ewiges, nicht enden wollendes Diskussionsthema ist, ob die Milch ungesund oder gesund sei! Das eine Lager behauptet, dass Milch ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Ernährung sei, weil sie so viele Nährstoffe enthalte. Das andere Lager läuft Sturm und wirft vor, dass die Milch ungesund und Krebserregend sei. Klar, dass die meisten Leute dadurch verwirrt  sind. Da beschäftigst Du Dich schon ausgiebig mit dem Thema um Dich gesünder zu ernähren und Dir wird keine klare Antwort gegeben. Das ändert sich in diesem Artikel!

Unterschiedliche Milchsorten

Genau aus diesem Grund schreibe ich diesen Artikel und möchte von vornherein differenzieren, denn Milch ist nicht gleich Milch. Es gibt Milch von verschiedenen Tieren wie beispielsweise Rinder, Schafe, Ziegen, Yaks und selbst der Mensch stellt Milch während der Stillzeit her. Zudem kommen noch Punkte wie Haltung und Ernährung der Milch-Tiere hinzu und zuguterletzt die Verarbeitung der Milch.

Pasteurisierte und homogenisierte Kuhmilch

Als erstes möchte ich besonders auf die Milch eingehen, die in den Kühlregalen unserer Kaufhäuser und Discounter stehen und auf die die meisten Konsumenten in Deutschland zurückgreifen. Hier handelt es sich in den meisten Fällen um A1-Milch. Dies ist eine Klassifizierung der Milch-Kühe, die in der Regel verwendet werden.

Die Inhaltsstoffe, die beim Konsum von Milch zu Problemen führen können:

1. Casein – Casein ist ein Milcheiweiß und ist ein bewiesenes Allergen. Außerdem kann es in einigen Fällen, ähnlich wie bei Gluten, die Darmwände zerstören.

2. Laktose – Sicherlich haben einige schon von Laktoseintoleranz gehört. Ein Mensch der unter dieser Krankheit leidet, verfügt nicht über das Enzym „Laktase“. Laktase baut Laktose ab, wenn dieses Enzym allerdings nicht vorhanden ist, sorgen Darmbakterien für die Verdauung. Das wiederum führt zu Gasen im Darm, die sich in Form von Blähungen, Magenschmerzen und Verdauungsproblemen äußern.

3. Casomorphin  (Nur bei A1-Milch) – Bei der Verdauung von Milcheiweißen kann das Casomorphin entstehen. Es handelt sich um ein Peptid, das eine Opioid-ähnliche Wirkung hat. Opioid, Morphin – das sind beides Wörter die sich Opium und Morphium sehr ähneln und tatsächlich hat auch Casomorphin eine betäubende und ermüdende Wirkung. Es kann die unwillkürlichen Bewegung des Darms – auch Darmperistaltik genannt – hemmen und somit die Verdauung stören. Außerdem kann es zu Ermüdungserscheinungen führen. Der Satz „Milch macht müde Männer munter“ sollte also eigentlich „Milch macht muntere Männer müde“ heißen. Wichtig ist allerdings, dass diese Problematik nur bei A1-Milch auftritt. Bei A2-Milch gibt es dieses Problem nicht – A2 Milch kommt von Ziegen, Schafen, Yaks und einigen Rinderarten.

4. Wachstumshormone – Wachstumshormone sind nicht per sé ein Problem. Sie fördern, wie der Name schon sagt, das Wachstum – diese Hormone kommen ganz natürlich in der Milch vor. Ein Problem wird das erst, wenn Du abnehmen willst.

Es kommt also darauf an welche Milch Du konsumierst!

Und vor allem, welche Ziele du verfolgst. Grundsätzlich solltest Du dennoch auf Milch und viele Milchprodukte verzichten oder den Konsum drastisch reduzieren. Wenn Du dennoch Milch trinken willst, und sei es ab und zu, rate ich dir die Milch direkt und unverarbeitet beim Biobauern zu holen – wenn die Tiere dann noch fast ganzjährig auf der Wiese stehen ist das ideal für die Nährwerte und Fette in der Milch. Ich persönlich verzichte mittlerweile komplett – bis auf gras-gefütterte Butter – auf Milchprodukte und fühle mich seitdem um einiges gesünder und wacher. Natürlich gibt es auch noch andere alternativen – die sind dann auch noch nicht tierisch! Beispielsweise Mandelmich.

Ich hoffe ich konnte Dir einen etwas differenzierteren Einblick in die Thematik geben und weder Milch propagieren noch völlig ausschließen. Wie bei jedem Nahrungsmittel macht es auch hier die Qualität.