Wie bereits in einigen Artikeln erwähnt, kann Meditation viele Aspekte unseres alltäglichen Handelns und Denkens erheblich beeinflussen und verändert auf Dauer sogar messbar unsere Gehirnstruktur. Yogis wissen bereits seit Jahrhunderten von dem erheblichen Nutzen der Meditation und Wissenschaftler beginnen diesen Nutzen langsam messbar zu machen. Meditation ist ein unglaublich machtvolles Instrument, wenn es darum geht Kontrolle über seine Denkprozesse zu gewinnen, mehr Klarheit zu erreichen und glücklicher zu sein. Besonders erheblich ist auch die Verbesserung der Willensstärke durch Meditation, die besonderen Einfluss auf alle Lebensbereiche hat und uns helfen kann in jeglicher Alltagssituation eine höhere Leistungsfähigkeit zu vollbringen.

Meditation und Hirnfrequenzen

Meditation nimmt messbaren Einfluss auf unsere Hirnfrequenzen. Es gibt 5 Hauptkategorien von Hirnfrquenzen, welche alle unterschiedliche Merkmale aufweisen. Dabei gibt es die Daumenregel, dass so langsamer die Wellenlängen der Hirnfrequenz sind, desto mehr Zeit zwischen den Gedanken liegt. Das gibt Dir die Möglichkeit nach einiger Praxis mehr Kontrolle über Deine Gedanken zu haben und zu entscheiden in welche Gedanken es sich lohnt Energie und Zeit zu investieren und welche Handlungen zu ausführst.

Die 5 Hirnfrequenzen

1. Gamma (30-100Hz)

Gamma ist der Zustand der Hyperaktivität und des aktiven Lernens.

2. Beta (13-30Hz)

Dieser Zustand überwiegt in der meisten Zeit des Tages und wird mit einem aufmerksamen Verstand verbunden und eine rege Aktivität im präfrontalen Kortex. (Der Bereich direkt hinter Deiner Stirn)

3. Alpha (9-13Hz)

Der Alpha-Zustand ist der Bekannteste. Hier befindet sich das Gehirn in Balance und wir fühlen uns entspannt und dennoch aufmerksam.

4. Theta (4-8Hz)

Der Theta-Zustand ist der Bereich, in dem unser Geist nicht mehr verbal und analytisch denkt, sondern intuitiver und visueller. Das Körpergefühl wird in diesem Zustand oft stärker wahrgenommen.

5. Delta (1-3Hz)

Dieser Zustand wird von den meisten von uns nicht bewusst wahrgenommen und tritt ausschließlich im Schlaf auf. Tibetanische Mönche, die für Jahrzehnte Meditieren können diesen Zustand allerdings auch im Wachzustand hervorrufen.

Die Praxis der Meditation

Der einfachste Einstieg in die Meditation ist die sogenannte Anapana-Meditation, in der der Meditierende sich ausschließlich auf seinen Atem konzentriert und so eine entspannte Konzentration hervorruft. Hierbei wird der Atem nicht willentlich kontrolliert, sondern nur beobachtet.

Zur Meditation setzt Du Dich entweder aufrecht auf einen Stuhl oder im Schneidersitz hin, legst Deine Hände auf Deinen Oberschenkeln ab und beginnst Dich auf das Gefühl der einströmenden und ausströmenden Luft in den Nasenlöchern zu konzentrieren. Wenn Du bemerkst, dass Dein Geist wandert gehe mit Deiner Aufmerksamkeit wieder zurück zu Deinem Atem. Ganz wichtig ist, dass Du Dich nicht ärgerst, wenn Deine Konzentration nachlässt. Das ist zu Beginn ganz normal und zeigt nur, dass Du noch viel Potential nach oben hast.

Ganz wichtig ist außerdem, dass Du diese Praxis regelmäßig also möglichst täglich durchführst. Ich meditiere zum Beispiel nach dem Aufstehen für 10 Minuten und vor dem Schlafen gehen 20 Minuten. Dadurch habe ich eine regelmäßige Praxis, die ich zusätzlich nach Lust auch mal verlängern kann.

Wie fängst Du mit dem Meditieren an?

Beginne am Anfang mit 5 Minuten täglicher Praxis und verlängere die Zeit jede Woche um 1 Minute. Das wird Dich ganz leicht an längere Meditationsphasen gewöhnen und Dir helfen nach einiger Zeit den vollen Nutzen der Meditation auszukosten und eine starke Gewohnheit in Dein Leben zu integrieren.

Wenn Du an Literatur interessiert bist, die noch tiefer in die Materie einsteigt, kann ich Dir Meditation für Anfänger von Jack Kornfield empfehlen. Mit diesem Buch habe ich auch damals angefangen zu meditieren und konnte dadurch viele offene Fragen beantworten.

Ich wünsche Dir dabei viel Spaß und Erfolg!