Die Lebensmittelindustrie hat in den letzten Jahrzehnten eine ordentliche Arbeit geleistet und durch den Low-Fat Wahn dafür gesorgt, dass die Menschen Angst vor Fetten haben. Besonders groß scheint die Angst vor gesättigten Fetten zu sein, die scheinbar für Herz-Kreislauf-Erkrankungen schuld sein sollen. Es gibt haufenweise Low-Fat Produkte auf dem Markt, die allerdings nicht dafür sorgen dass Du schlanker und gesünder wirst, sondern ganz im Gegenteil. Die Lebensmittelindustrie ist daran interessiert, dass Du ihre Produkte kaufst und sie satte Gewinne einfahren. Die Low-Fat Produkte enthalten eine Vielzahl an Zusatzstoffen wie zum Beispiel Zucker, die Dich hart ausgedrückt abhängig machen und dafür sorgen, dass Du mehr davon konsumierst und immer wieder dieses Produkt kaufst.

 

Die Wahrheit über Fett

Es macht absolut keinen Sinn Angst vor Fett zu haben, weil Fett essentiell für viele wichtige und besonders hormonelle Vorgänge im Körper verantwortlich ist. Du musst auch keine Angst haben, dass Fett Dich dick macht oder für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich ist. Wenn Du das richtige Fett konsumierst, förderst Du damit Deine Gesundheit und sorgst für eine stabile Energiezufuhr. Selbst die Regierung Schwedens hat das mittlerweile erkannt und empfiehlt eine Ernährung, die einen Großteil dieser wichtigen Fette enthält.

 

Welches Fett solltest Du auf alle Fälle meiden?

Bevor ich Dir erkläre welche Fette gesund sind, möchte ich Dir eine Übersicht über die schlechten Fette geben, damit Du sie ab sofort meiden kannst. Jahrelang verbreitete man die Meinung, dass gesättigtes Fett schlechtes oder böses Fett sei und für quasi alle ernährungsrelevanten Krankheiten verantwortlich gemacht. Dass diese Auffassung falsch ist, kommt auch mittlerweile im Mainstream und in den Medien an. Denn diese Fettsäuren sind die Grundbausteine der menschlichen Zellen und Hormone.

Der nächste Trugschluss ist zu meinen, dass ungesättigte Fettsäuren alle eine positive Wirkung auf den Körper und die Gesundheit haben. Wenn diese Fettsäuren jedoch im falschen Verhältnis zueinander konsumiert werden, kann das zu einer Vielzahl an gesundheitlichen Problemen führen. Der Grund dafür liegt im falschen Omega-3-zu-Omega-6-Verhältnis, dass in den meisten pflanzlichen Ölen enthalten ist. Sie enthalten zu viel Omega-6 und sorgen für Entzündungsreaktionen im Körper. Selbst Öle, die für ihr Omega-3 beworben werden, haben ein schlechtes Verhältnis. Der Konsument wird hier durch intelligentes Marketing fehlgeleitet und muss im Nachhinein mit seiner Gesundheit bezahlen.

Um Dir das Thema greifbarer zu machen, möchte ich Dir einige Beispiele nennen und zeigen welche Fette Du auf jeden Fall vermeiden solltest.

Pflanzliche Fette wie Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Distelöl wirken entzündungsfördernd und sorgen so für viele gesundheitliche Probleme. Der Grund ist, dass sie zu viel Omega-6 Fettsäuren enthalten und so sehr instabil sind. Eine Ausnahme der Pflanzenöle stellt Olivenöl, Kokosöl und Avocadoöl dar, sie enthalten ein sehr gesundes Verhältnis der Fettsäuren.

Gehärtete Fette oder auch Transfette sind der Todesstoß für Deine Gesundheit. Es handelt sich dabei um mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die durch chemische Prozesse oxidiert sind. Typischerweise werden sie zum frittieren verwendet oder zur Herstellung von Margarine benutzt. Halte Dich von diesem Fett fern!

Zu meiden sind also Distelöl, Rapsöl, Maisöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl, Margarine und jegliches Pflanzenfett

 

Doch was ist das richtige Fett?

Da wir nun wissen, dass gesättigte Fette nicht ungesund und sogar ein wichtiger Bestandteil unseres Körpers sind, möchte ich besonders auf die Fette eingehen, die Du auf jeden Fall mit in Deine Ernährung nehmen solltest. Durch den Konsum dieser Öle und Fette sorgst Du für ein ausgeglichenes Verhältnis der Omega-3 Fettsäuren.

Butter von Weidetieren

Butter ist nicht nur Hauptbestandteil des Bulletproof Coffee oder Primal Matcha, sondern steckt voller Nährstoffe und guten Fetten. Fettlösliche Vitamine in Butter können vor Herzkrankheiten, Arteriosklerose, Osteoporose oder degenerative Hirnerkrankungen schützen.

Ghee von Weidetieren

Bei Ghee oder auch Butterschmalz handelt es sich um geklärte Butter, das bedeutet, dass das restliche Eiweiß und Wasser aus der Butter schonend herausgekocht wurde und somit fast zu 100% aus gesundem Fett besteht. Selbst in der traditionellen Ayurvedakunst wird Ghee seit jahrhunderten als Allheilmittel eingesetzt.

Kokosöl

Über Kokosöl habe ich schon einige Artikel geschrieben und empfehle dieses Öl jedem, der seine Ernährung optimieren möchte. Es tötet Bakterien und Schimmelpilze und versorgt Deinen Körper mit Fetten, die er schnell verdauen kann.

MCT-Öl

MCT-Öl wird aus Kokosöl gewonnen und ist geschmacksneutral. MCT steht für Medium-Chain-Triglycerides, übersetzt Mittelkettige Triglyceride. Diese Triglyceride werden vom Körper ohne Umwege als Energiequelle genutzt und kurbeln die Fettverbrennung an.

Olivenöl

Olivenöl ist auch eine der Ausnahme von Pflanzenfetten, die bedenkenlos konsumiert werden können. Im Gegensatz zu Kokosnuss-Öl und MCT-Öl solltest Du dieses Öl allerdings nur für Kaltspeisen oder erst nach der Erhitzung verwenden, um so eine mögliche Oxidation zu vermeiden.

Krillöl

Krillöl ist eine wunderbare Quelle für Omega-3 Fettsäuren und einer der Ergänzungsmittel die ich täglich zu mir nehme. Es reduziert Entzündungsvorgänge im Körper und sorgt für stabile Gehirnzellen.

 

Andere gute Quellen für gesundes Fett

Weidefleisch, Eier, Fisch aus Wildfang

Was hat es mit Omega-3 und Weidefleisch auf sich?

Einer der Gründe warum ich Fleisch von Weidetieren empfehle, ist das Verhältnis der enthaltenen Fettsäuren. Wenn Du darüber mehr erfahren möchtest, schau Dir den Artikel „Das richtige Fleisch und der Einfluss durch Omega-3“ an.

 

Einzelnachweise:

Wikipedia: Fette

Wikipedia: Fettsäuren

Wikipedia: Ranzig (Fett)

Wikipedia: Fettsäuren Wikipedia: Ranzig (Fett) Wikipedia: Fette oel-wechsel.com: OxidationWeiterlesen bei Urgeschmack: Fett: Gesättigt oder ungesättigt? – http://www.urgeschmack.de/fett-gesattigt-oder-ungesattigt/
Choice of foods and ingredients for moderately malnourished children 6 months to 5 years of age (.pdf) John A. Milner, Richard G. Allison: The Role of Dietary Fat in Child Nutrition and Development: Summary of an ASNS Workshop (J. Nutr. November 1, 1999 vol. 129 no. 112094-2105) Michael H. Golden: Proposed Recommended Nutrient Densities for Moderately Malnourished Children. (.pdf) heart.org: Knowing Your FatsWeiterlesen bei Urgeschmack: Wie viel Fett soll ich essen? – http://www.urgeschmack.de/wie-viel-fett-soll-ich-essen/