Es gibt Menschen von denen wir behaupten, dass sie von Natur aus Strahlemänner (und natürlich auch Strahlefrauen) sind und immer gute Laune haben. Ich denke jeder von uns hat so eine Person im Freundeskreis oder kennt zumindest so eine Person. Ich frage mich schon seit längerer Zeit warum einige Menschen immer gute Laune haben, während andere latent depressive Züge aufweisen, selbst wenn ihnen etwas tolles widerfährt. Der Schlüssel dazu liegt in der Physiologie und Psychologie des Menschen. Es kommt darauf an wie wir unser Gehirn und unsere Gedanken benutzen und beeinflussen und wie wir unseren Körper und unser Gehirn pflegen und programmieren. Es gibt eine Menge an Faktoren und Strategien, die unsere Gefühle beeinflussen und unser Handeln bestimmen.

Doch wie wirst Du glücklicher? Zu diesem Thema gibt es etliche Bücher und Medien, die Dir versuchen zu erklären wie Du das erreichen kannst. Es gibt sogar eine eigene Fachrichtung der Psychologie, die sich nur mit diesem Thema beschäftigt und es von verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Ich möchte Dir zu diesem Thema Grundgesetze und Faktoren an die Hand geben, mit denen Du aktiv an Deinem Glück arbeiten kannst. Außerdem möchte ich Dir eine kleine Hausaufgabe aufgeben, mit der Du Deinen derzeitigen Gefühlszustand auf der Stelle verbessern kannst.

Die 5 Faktoren die Du beachten musst

1. Ziele

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und muss sich, um glücklich zu sein, immer größeren Herausforderungen stellen und wachsen – ansonsten wird er früher oder später depressive Verstimmungen bekommen. Du brauchst einen Sinn, etwas wofür Du jeden Morgen aufstehst und für das Du jeden Tag in Deinem Leben kämpfst. Aufgrund des Fehlens solcher Ziele und Herausforderungen sind zum Beispiel Lottogewinner, kurz nach ihrem Höhenflug oft nicht mehr sehr glücklich. Sie haben zwar von einem auf den anderen Moment eine Menge Geld, doch sie entwickeln sich nicht weiter, weder finanziell, noch beruflich oder persönlich. Ganz im Gegenteil, die meisten verlieren mit der Zeit das Meiste ihres Gewinns und stürzen in eine tiefe Depression. Um das zu verhindern, musst Du Dir Ziele stecken.

2. Ernährung

Hormone und Neurotransmitter werden aus der Nahrung gebildet, die Du Dir zuführst und beeinflussen Deinen Gemütszustand. Eine ungesunde Ernährungsweise führt zu einem Ungleichgewicht der Hormone und bringt schließlich die Körpervorgänge durcheinander. Das kann zu körperlichen Krankheiten, einer geringeren Leistungsfähigkeit und zu einem emotionalen Ungleichgewicht führen. Deswegen solltest Du auf Deine Ernährung achten und statt Fertiggerichte zu „kochen“ (wenn man das überhaupt noch kochen nennen kann) lieber auf frische und hochwertige Produkte zurückgreifen. Wie das aussehen kann, erfährst Du in meinem „Biohacking Starterpaket“.

3. Körper

Dein Körper wurde gebaut um bewegt zu werden, trauriger weise ist dies heutzutage immer weniger der Fall, wodurch viele vermeidbare Krankheiten entstehen. Eine wichtige Bewegung für den Menschen ist das Gehen. Ein Erwachsener Mensch sollte am Tag 10.000 Schritte machen, um seinen Körper genug zu bewegen. (Genug bedeutet in diesem Fall so viel wie nötig und so wenig wie möglich um körperlich gesund und mental fit zu bleiben) Der Vorteil liegt klar auf der Hand, der Körper wird aktiviert ohne das er strapaziert wird (wie bei leistungsorientierten Sportarten).

Um allerdings Deine körperliche Fitness zu steigern, ist es wichtig, Deinen Körper auch mal an seine Grenzen zu bringen und gezielt Stressreize zu setzen. Das tust Du zum Beispiel durch ein hochintensives aber kurzes Training. Das können kurze Sprints sein, funktionelle hochintensive Workouts (Zum Beispiel mit einer Kettlebell) oder klassisches Krafttraining mit Gewichten. Du wirst sehr wahrscheinlich feststellen, dass Du Dich durch diese Kombination aus Bewegung und Workout nicht nur fitter, sondern auch ausgelasteter und glücklicher fühlst.

4. Stress

Stress ist Fluch und Segen zugleich, er kann Dir zusätzliche Energie freilegen, doch wenn es zu viel wird kann er Dich auch völlig überwältigen, Dein Immunsystem und Geist lahmlegen und somit Deine Leistungsfähigkeit herabsetzen. Im schlimmsten Fall endet ein erhöhter Stresspegel in einem umgangssprachlichen Burnout, wodurch Du Dich niedergeschlagen, depressiv und antriebslos fühlen kannst. Beuge dem schon im Voraus vor und setze gezielt Techniken wie den emWave ein, um die Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu bewahren.

5. Schlaf

Dieser Faktor wird oft unterschätzt, dabei ist er immens wichtig – nicht nur um Erfahrungen und Gelerntes zu speichern und den Körper zu regenerieren, sondern auch um die Hormone und Neurotransmitter im Gleichgewicht zu halten, die eine Rolle in Deinem Glücksempfinden spielen. Wenn Du gut geschlafen hast und morgens frisch und erholt aus dem Bett springst, ist das schon die halbe Miete für einen erfolgreichen Tag und gute Entscheidungen. Denn wenn Du wach und gut gelaunt bist, triffst Du die besseren Entscheidungen. Du bist motivierter, lässt Dich nicht so schnell entmutigen begegnest Herausforderungen mit mehr Elan.

Eine Technik um sofort glücklicher zu sein

Dein Fokus entscheidet darüber ob Du Situationen und Herausforderungen in Deinem Leben positiv oder negativ empfindest. Du kannst Dich entweder auf die Schattenseiten konzentrieren oder die Möglichkeiten und Chancen wahrnehmen, die Dir offen stehen. Es gibt eine sehr einfach und dennoch sehr effektive Technik um einen positiven Blickwinkel einzunehmen. Der Starcoach Tony Robbins nennt diese Technik „Aktivierende Fragen“ und das beschreibt sehr gut die Wirkung der Fragen. Sie aktivieren Ressourcen in Dir, indem Du einfach nur den Blickwinkel änderst. – Welche Fragen sind das?

 

Aktivierende Fragen (Morgens)

 

1. Worüber bin ich in diesem Augenblick meines Lebens glücklich?

Was genau macht mich daran glücklich?

 

2. Wofür bin ich in diesem Augenblick meines Lebens sehr dankbar?

Was genau lässt mich daran dankbar sein?

 

3. Worauf bin ich in diesem Augenblick meines Lebens stolz?

Was genau lässt mich darauf stolz sein?

Aktivierende Fragen (Abends)

 

1. Was habe ich heute für meine Ziele getan?

 

2. Was genau habe ich heute dazugelernt?

 

3. Wie habe ich heute meine Lebensqualität erhöht?

Stell Dir diese Fragen jeden Morgen und Abend, kauf Dir am besten ein kleines Notizbuch, nehme Dir Zeit und beantworte die Fragen schriftlich. Du wirst nach einiger Zeit bereits starke Veränderungen bemerken können und Dich vielleicht darüber wundern welch große Wirkung eine solch kleine Angewohnheit in Deinem Leben haben kann. Außerdem gibt es 3 zusätzliche Fragen für den Abend, die Deine Motivation für Deine Ziele verstärken. Setz Dir zum Ziel diese Fragen 14 Tage lang jeden Morgen und Abend zu beantworten.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du Deine Erfahrungen mit den Fragen als Kommentar mitteilst. Viel Erfolg!